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26.07.2009
Abzugs-Parolen helfen nur den Taliban
Bild am Sonntag
Gastkommentar
Seit Monaten beschießen die Taliban in Kundus unsere Soldaten mit Raketen. Jetzt werden sie immer dreister und greifen mit Gewehren und Panzerfäusten an. Es ist richtig, dass die Bundeswehr nun gemeinsam mit der afghanischen Armee dagegenhält. Taliban und al-Qaida wollen die Parlamentswahlen im August massiv stören, aber das ist nur ein taktisches Ziel.

Das strategische Ziel ist zunächst die Vertreibung aller „Ungläubigen“ aus Afghanistan und dann aus der gesamten islamischen Welt, einschließlich der Vernichtung Israels. Danach soll ein Kalifat nach mittelalterlichem Vorbild errichtet werden.

Daher wäre unser Abzug aus Afghanistan nur ein Etappensieg für die Terroristen. ein Abzug würde sie zu noch dreisteren Anschlägen ermutigen- auch bei uns in Deutschland. Deshalb dürfen wir nicht zurückweichen. Wir müssen den Aufbau des Landes vorantreiben. und wir müssen so lange bleiben, bis die afghanische Regierung selbst für Sicherheit sorgen kann.

unverantwortliches Geschwätz über Abzugsstrategien lässt jetzt in Afghanistan an unserer Verlässlichkeit zweifeln. Schon heute treiben solche Parolen Afghanen, die dann nicht mit abziehen könnten, in die Arme der Taliban. Wer in Deutschland Rückzugspläne diskutiert, der untergräbt die Basis unseres Erfolgs. Wir dürfen die Afghanen nicht im Stich lassen!